Neugestaltung Cityplatz

Planung und Ausführung
2007

Bauherrschaft
Stadt Rapperswil-Jona

Status
realisiert

Zusammenarbeit
Markus Weiss, Künstler

Das Cityhaus, ein markantes neungeschossiges Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1957, liegt zwischen zwei Hauptstrassen in Rapperswil und markiert gleichsam die Schnittstelle zwischen dem kleinteiligen Gefüge der historischen Altstadt und der grossmassstäblicheren Stadterweiterung des 20. Jahrhunderts. Mit ein wenig Abstandsgrün, einer einsamen Konifere und einer undefinierten Asphaltfläche besass der kleine dreieckige Vorplatz vor dem Gebäude, der von den zwei viel befahrenen Strassen begrenzt wird, kaum Aufenthaltsqualität.

Die Neugestaltung des nur 400 Quadratmeter Platzraums erfolgte mit einfachsten Mitteln: Vier im Zickzack geführte Stufen gliedern die zuvor homogene, aber geneigte Fläche in eine Abfolge von fünf Asphaltplateaus – eine Strukturierung, die in der Nacht durch kleine eingelassene Lampen zusätzlich akzentuiert wird. Dazu treten als vertikale Elemente zwei aufragende Platanen. Drei Fernrohre, welche man üblicherweise von Aussichtspunkten her kennt, verleihen der Szenerie einen leicht surrealen Charakter. Fix installiert und fokussiert, sind sie auf drei unterschiedliche Punkte der Umgebung ausgerichtet: auf das neugotische Fenster im Turm der 750 Jahre alten Stadtkirche, auf eine den Wohlstand symbolisierende Steinvase an der Fassade des UBS-Gebäudes aus dem Jahr 1915 und auf den Rosengarten, der 1985 für Blinde angelegt wurde. Alte und neue Stadt sind somit visuell verknüpft.