Neubau Wohnüberbauung Guggach, Zürich-Unterstrass

Planung und Ausführung
2012-2016

Bauherrschaft
Allreal

Status
realisiert

Architektur
BS + EMI Architekten, Zürich

Mit der Wohnüberbauung Guggach wurden vier 7- bis 8-geschossige städtische Apartmenthäuser mit 200 Wohnungen in einem urbanen Umfeld realisiert. Der Gebäudekomplex umklammert das Areal zwischen Käferholz- und Hofwiesenstrasse in Ost-West-Ausdehnung und erzeugt weitläufige Aussenräume.

Es entsteht ein grosszügiger, markanter, hofartiger Zwischenraum, der über zwei sich querende Wege an das städtische Umfeld und die benachbarte Siedlung angeschlossen ist. Der natürliche Terrainverlauf vom Käferberg zur Hofwiesenstrasse, nach Osten abfallend, setzt die topographische Grundlage und wird in Architektur und Aussenraumgestaltung aufgegriffen. Mit dem sanft abwärts fliessenden Geländeverlauf und der Terrassierung der Wasserbecken im Hof wird auf diese natürliche Hangsituation reagiert. Diese Abfolge findet mit dem städtischen Vorplatz und der grossen Freitreppe an der Hofwiesenstrasse ihren Auftakt. Der bewaldete Käferberg wird als grüne natürliche Hintergrundkulisse über den Gebäuden bewusst in Szene gesetzt und bildhaft eingebunden.

Der grosszügige Hof widerspiegelt die städtebauliche Massstäblichkeit der Architektur und bietet dennoch eine geschützte Wohnatmosphäre. Er versteht sich sowohl als Schaugarten, als auch als Aufenthaltsort und unterstreicht die urbane Eleganz der Wohnanlage.

Acht aufeinanderfolgende höhenversetzte Wasserbecken und weitläufige Staudenflächen gliedern den Hof in öffentliche Bereiche und private Gartenräume und definieren ein artifizielles Erscheinungsbild. Die polygonalen Wasserbecken reflektieren den Himmel, spiegeln die Architektur und vermitteln zusammen mit den reflektierenden Fassaden aus emailliertem Gussglas Urbanität, Offenheit und Weiträumigkeit dieses Ortes.

Die Becken sind mit Betonelementen streng gefasst, mit Seerosen und anderen Wasserpflanzen bepflanzt. Vier Inseln mit Trauerweiden besetzen die grossen Becken. Es entsteht ein spannendes Wechselspiel zwischen Künstlichkeit und Natürlichkeit. 

Vier Kiesplätze unter Erlenbaumhainen stehen den Bewohnern im Hof zum Aufenthalt zur Verfügung. Bezogen auf die Grossmassstäblichkeit der Anlage wurde eine Auswahl an grossblättrigen, kompakten Blattschmuckstauden, kombiniert mit Gräsern, getroffen.