Flussufer Jona

Planung und Ausführung
1997-2003

Bauherrschaft
Gemeinde Jona

Status
realisiert

Die Aufgabe bestand darin, in der heterogenen Kernzone von Jona – durch ein sicht- und spürbar machen des Flusses „Jona“– eine wirksame städtebauliche und freiräumliche Ordnung zu erzielen.

In den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts setzt eine rasante und unkontrollierte Stadtentwicklung ein. Jona wächst innert wenigen Jahren um das Vielfache und wird zu einem Dienstleistungdorf. Der Fluss, auf einer Länge von über einem Kilometer blieb als strukturbildendes Element in der Planung ausgeklammert und in seiner Rinne in der Kernzone nicht zu spüren. Er wirkte als ein Hindernis und nicht als ein Erlebnis.

Durch das Entfernen räumlicher und flächiger Abgrenzungen und der Ausbildung der Uferkannte wurde der Flussraum optisch erweitert und die Freiräume am Fluss benutzbar und spürbar. Durch die Sichtbezüge entlang dem Fluss entstehen klare Raumbezüge.

Durch diese bewusste ‚Wertschätzung‘ des Flusses und der Betonung seiner Stärke – der Linearität – wird der Fluss zum wichtigen städtebaulichen Element. Der Fluss prägt das Ortsbild. Eine neue Fussgängerbrücke verbindet das Bahnhofareal und den Grünfelspark mit dem Zentrum. Wichtigen Bauten wie das Gemeindehaus, das Kulturzentrum Kreuz mit dem Gemeindesaal, sowie und die Einkaufszentren Jonaport und Eisenhof mit Ihren Läden und Gartenrestaurants haben heute einen städtebaulichen Raumbezug zur der Jona.

Auf der einen Flussseite bilden kleine Baumgruppen Aufenthaltsorte und formen einen Flusspark. Eine Sitzstufe aus Sandstein, auf der Länge von 400 Meter, ermöglicht hier den Zugang zum Fluss. Erhöht spaziert der Flanierende heute über der Jona. Auf der gegenüberliegenden Seite spielt eine leicht geschwungene Baumreihe mit Eschen mit der Dynamik des Flusses. Am Ende der Eschenbäume steht ein kleiner Park mit einem purpurrosa blühenden Baumdach aus Judasbäumen. Über eine kurze Freitreppe tritt man in den, von hohen und niedrigen Mauer gefassten Raum am Fluss. Gezielt wurden Materialien ausgewählt, welche man entlang dem Fluss vorfindet – städtische und ländliche Elemente. Vertrautes wird dadurch weiterentwickelt und erzielt eine belebende Ortsidentität.

Die einfache Kandelaberbeleuchtung beleuchtet den Fuss- und Veloweg. Mit einer durchdachten Lichttechnik beleuchten die Kandelaber aber zusätzliche auch sanft das Wasser im Fluss. So bleibt der Fluss auch nachts, neben hörbar, auch unaufdringlich sichtbar.